Du hast gerade gekocht, alles ging schnell – und danach bleibt dieser dunkle Fettrand zurück, der sich mit normalem Spülmittel einfach nicht lösen lässt. Eingebrannte Rückstände sehen nicht nur unschön aus, sie sorgen auch dafür, dass Speisen künftig noch schneller anhaften. Zum Glück brauchst du keine aggressiven Reiniger: Mit bewährten Hausmitteln und etwas Geduld lässt sich selbst starker Fettbelag effektiv entfernen.
Warum Hausmittel so gut gegen eingebranntes Fett wirken
Fett besteht hauptsächlich aus öligen Verbindungen, die sich besonders gut durch alkalische Stoffe auflösen lassen. Genau hier kommen Hausmittel wie Waschsoda, Natron und Kernseife ins Spiel. Sie verändern die Fettstruktur, sodass sich die Rückstände leichter lösen lassen – ganz ohne harte Chemie.
Waschsoda ist dabei deutlich stärker als Natron. Natron wirkt milder, entfaltet aber bei Hitze eine intensivere Reinigungskraft. Deshalb werden viele Methoden mit warmem oder kochendem Wasser kombiniert.
Natron oder Waschsoda – welches Mittel eignet sich besser?
Waschsoda (Natriumcarbonat)
Ideal für alten, stark eingebrannten Fettfilm und dicke Schichten
Natron (Natriumhydrogencarbonat)
Sanfter Reiniger für leichtere Verschmutzungen – verstärkt durch Hitze
Methode 1: Waschsoda und Kernseife für extrem verschmutzte Pfannen
Wenn sich Fett über längere Zeit angesammelt hat, ist diese Kombination besonders wirksam.
So geht’s:
Fülle einen großen Topf oder ein Becken mit heißem Wasser. Gib zwei bis drei Esslöffel Waschsoda hinein und reibe ein halbes Stück Kernseife dazu. Lege die Pfanne ein und lasse die Mischung etwa 15 bis 60 Minuten leicht köcheln. Anschließend lösen sich die Rückstände meist von selbst und lassen sich mit Holzspatel oder weicher Bürste entfernen.
Methode 2: Natron und Essig für schnelle Ergebnisse
Diese Methode eignet sich perfekt, wenn es zügig gehen soll.
Bestreue die verschmutzten Stellen großzügig mit Natron und sprühe anschließend Essig darüber. Es beginnt sofort zu schäumen – das ist die Reinigungsreaktion. Gib etwas Wasser hinzu und lasse alles kurz erhitzen oder etwa 10 bis 20 Minuten einwirken. Danach mit einem weichen Schwamm reinigen.
Für die Außenseite der Pfanne kannst du aus Natron und Wasser eine Paste herstellen, auftragen, mit Essig benetzen und nach 30 Minuten abwischen.
Methode 3: Salz, Essig und Soda für robuste Materialien
Edelstahl- oder Gusseisenpfannen vertragen stärkere Reinigungsmethoden.
Gib mehrere Esslöffel Salz in die Pfanne, füge etwas Essig hinzu und erhitze die Mischung. Rühre danach ein bis zwei Esslöffel Soda ein und lasse alles etwa 15 Minuten köcheln. Nach dem Abkühlen lassen sich die Schichten meist problemlos abspülen.
⚠ Für beschichtete Pfannen nur vorsichtig anwenden – Salz kann die Oberfläche beschädigen.
Schnelle Hausmittel gegen leichten Fettfilm
Wenn nur kleine Rückstände stören, helfen diese einfachen Tricks:
• Aktivkohle zu Pulver zerdrücken, mit Wasser vermischen und kurz einwirken lassen
• Senfpulver aufstreuen, nach 15 Minuten abwaschen
• Speisestärke mit Wasser aufkochen und einwirken lassen
Diese Methoden sind sanft und ideal für die regelmäßige Pflege.
Welche Pfannen besondere Pflege brauchen
Nicht jedes Material verträgt starke Reinigungsmittel:
Antihaftpfannen sollten niemals mit Stahlwolle oder aggressiven Substanzen behandelt werden.
Aluminium reagiert empfindlich auf zu viel Soda – kurze Einwirkzeit reicht völlig aus.
Gusseisen liebt gründliche Reinigung, braucht danach aber Pflege.
Nach dem Reinigen: Pfanne schützen und länger haltbar machen
Nach intensiver Reinigung solltest du die Pfanne gründlich trocknen und kurz auf dem Herd erwärmen. Bei Gusseisen empfiehlt sich das sogenannte Einbrennen: Eine dünne Schicht Öl auftragen und im Ofen erhitzen. So entsteht eine natürliche Schutzschicht, die Rost verhindert und das Anhaften reduziert.
Fazit: Eingebrannte Pfannen müssen nicht ersetzt werden
Mit Hausmitteln wie Natron, Waschsoda, Essig und etwas Geduld bekommst du selbst hartnäckige Fettreste in den Griff. Wer seine Pfanne regelmäßig pflegt, spart sich aufwendige Reinigungsaktionen und verlängert ihre Lebensdauer deutlich.
Sauber kochen beginnt mit der richtigen Pflege – und die funktioniert ganz ohne Chemie.